Erziehung
 

 

 

 

Das Thema Erziehung und Ausbildung vom Welpen bis zum erwachsenen Hund liegt mir besonders am Herzen und deshalb hier ein paar Tipps für Ihren Appenzeller.

Je früher mit der Erziehung und Ausbildung begonnen wird, umso besser. Hierbei geht es nicht darum, den Appenzeller zu drillen und zu versuchen mit Gewalt einen unterwürfigen Hund an seiner Seite zu haben. Es geht um eine harmonische Mensch-Hund-Beziehung, bei der der Hund noch Hund sein darf und nicht den Sozialpartner des Mensches ersetzt.

Der Appenzeller ist sehr lernfreudig und hat einen großen Bewegungsdrang, dem man unbedingt nachkommen muss. Mit seiner ungestümen Art, sei es bei der Begrüßung, beim Spielen, dem Anbellen von Fremden oder die Vorliebe zum Springen/Anspringen sollte von Anfang an Rechnung getragen werden und stets richtiges Verhalten belohnt werden. Gewünschtes Verhalten muss konseqent trainiert werden. In der Regel klappt das alles sehr gut mit dem Belohnungsprinzip, da die Appenzeller meist überaus verfressen sind.

Auf alle Fälle ist eine Hundeschule bis mindest zum 1. Lebensjahr zu empfehlen. Nicht nur der Vierbeiner lernt in der Hundeschule richtiges Verhalten, sondern der begleitendende Zweibeiner auch. Es ist wichtig für den Hund, mit vielen unterschiedlichen Rassen in Kontakt zu kommen. Daher wäre es sehr wünschenswert, wenn man mit seinem Hund regelmäßig, auch wenn sie schon älter sind, zum Hundeplatz/Hundeverein geht, damit die erworbene Sozialkompetenz im Alter auch noch erhalten bleibt.

Bei allen Gehorsamsübungen sollte Sie auch verstärkt den Calming Signals oder den sog. Beschwichtigungssignale des Hundes, wie z.B. hinlegen, Kopf wegdrehen, ausweichen, einen Bogen laufen, belecken etc.,Aufmerksamkeit schenken. Dies sind Verständigungssignale unter den Hunden, die wir Menschen aber auch erlernen und einsetzen konnen, um unseren Hund besser zu verstehen. Es wäre totaler Quatsch oder falsche erzwungener Gehorsam, wenn z.B. unser im Fuß laufender Hund einem fremden Menschen, der direkt auf den ihn zugelaufen kommt, ein Ausweichen und Wechseln der Seite nicht zu ermöglichen. In einem Alter von 8 bis 10 Wochen zeigen die Welpen das instinktiv angeborene Verhalten. Dies sollte weiter gefördert werden, aber oft wird der Hund für seinen vermeintlichen Ungehorsam bestraft, obwohl er nur ein Beschwichtigungs- oder Höfflichkeitsgeste zeigt. Mehr zu Calming signals, von Turdi Ruugas auf ihrer Website oder unter www.animal-lern.de

 

Sehr empfehlenswerte, für Erziehungsansätze und besseren Verstehens zwischen Mensch und Hund, sind Bücher von Günther Bloch,
wie z.B. Wölfisch für Hundebesitzer (Kosmos-Verlag, ISBN 978-3-444-12264-8) oder
    
                   

 

Eine ganz tolle Website auf der man viele super Tipps z. B. zur Beschäftigung für draußen und drinnen; Verhaltensweise Hund : Mensch, Ernährung etc. findet. Es lohnt sich hier in aller Ruhe mal durchzuklicken, denn es ist überaus informativ und sehr lustig:


  

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