Tipps und Entscheidungshilfen VOR dem Kauf eines Appenzeller Sennenhundes. Bitte nehmen Sie sich für die folgende Fragen ausreichend Zeit und beherzigen die Hinweise. Es handelt sich um ein Lebewesen, an das Sie sich für ca. 15 Jahre binden!!!

 

1. Wieso wollen Sie ausgerechnet einen Appenzeller Sennenhund kaufen?
 
2. Für wen soll der Hund gekauft werden?
 
3. Der Hund ist kein Spielzeug, dass man einfach wegwirft, wenn es zuviel Arbeit und Dreck macht oder uninteressant geworden ist!
 
4. Tragen alle Familienmitglieder die Entscheidung einen Hund zu kaufen?
 
5. Haben Sie ausreichend Zeit für den Hund?
 
6. Wie viele Stunden ist er allein zu Hause?
 
7. Können Sie dem Welpen bzw. dem ausgewachsenen Hund einen geregelten Tagesablauf bieten?
 
8. Haben Sie in der Nähe genügend Auslaufmöglichkeiten die ohne Auto erreichbar sind?
 
9. Wollen und können Sie auch körperlich wirklich über 12 bis 15 Jahre bei jedem Wetter egal ob es hagelt, schneit, sintflutartig regnet, stürmt oder sehr sonnig ist, mit ihrem Hund mehrmals täglich Spazieren gehen?
 
10. Ist in der Nähe eine Hundeschule?
 
11. Wenn Sie den Welpen abholen, ist er in der Regel noch nicht stubenrein und das bedeutet auch hier brauchen Sie viel Geduld und Zeit.
 
12. Was machen Sie mit dem Hund im Urlaub?
 
13. Können Sie den Hund zu Eltern, Schwiegereltern oder Freunden mitnehmen?
 
14. Neigen Sie oder andere Familienmitglieder zu Allergien oder liegen vielleicht schon welche vor? Wenn ja, dann lassen Sie sich auf Hunde austesten.
 
15. Zweimal pro Jahr steht der Fellwechsel an der 2-3 Wochen dauern kann. Hier ist vermehrt Fellpflege und Hausputz angesagt.
 
16. Hündinnen werden i.d.R. zweimal im Jahr läufig und dies dauert ca. 2-3 Wochen; dafür sind sie meist leinenführiger und noch anhänglicher. Appenzellerhündinnen sind oft ungeduldiger, quirliger, nervöser und leichter aus der Ruhe zu bringen als Rüden.
 
17. Rüden sind vom ihrem ganzen Wesen her gelassen, ausgeglichen, ruhig und cool. Allerdings benehmen sie sich aber oft halbstark und machomäßig gegenüber gleichgeschlechtlichen Artgenossen. Meist wird keine Laterne, Mauer, Pfosten, Büsche im Garten, Autoreifen etc. ausgelassen, was aber auch eine reine Erziehungssache ist. Wenn die Hormone mit ihnen durchgehen, kann es vorkommen, dass sie schrecklich leiden, wenn eine Hündin in der Nähe läufig ist und ihnen dann mit event. Jaulkonzerten die Nacht verschönern.
 
18. Dürfen Sie in der Wohnung oder Haus überhaupt Hunde halten? Fragen Sie Ihren Vermieter!
 
19. Ist die Wohnung, das Haus, der Garten hundegerecht? Kostbare Gegenstände wie z.B. Bodenvasen sind in Sicherheit zu bringen und Treppen abzusichern. Im Garten sind z. B. Lichtmulden, Teiche, Grundstück einzuzäunen.
 
20. Gibt es noch andere Haustiere? Wenn ja, was machen Sie, wenn diese sich nicht aneinander gewöhnen können?
 
21. Haben Sie neben dem Anschaffungspreis für den Hund und ihren ganzen anderen privaten Ausgaben noch ausreichend Geld für Futter, Körbchen, div. Hundezubehör, Hundeschule / Erziehungskurs, Tierarztkosten, Hundesteuer und Versicherung?
 
Sind Sie beim Durchlesen und Beantworten der einzelnen Punkte nicht ins Grübeln gekommen oder haben alles soweit mit JA beantworten können, dann freuen wir uns, Sie als angehenden Hundebesitzer kennen zu lernen.

 

E-mail: info@juttas.appenzeller oder Telefon: +49 - 63 44 / 95 31 04

 

 

In der Schweiz ist ab dem 1. September 2008, nach dem neuen Tierschutzgesetz, eine obligatorische Hundeausbildung für Hundekäufer verpflichtend. Nähere Infos unter www.tiererichtighalten.ch .

 

In Deutschland ist der Hundeführerschein nicht in allen Bundesländern Vorschrift, bisher nur in Hamburg. Der VDH bietet Kurse zur Vorbereitung für die Prüfung zum Hundeführerschein an. In Nordrhein-Westfalen wird ein sogenannter Sachkundenachweis gefordert, wie in Essen, Schwerte etc.

Die Bundestierärztekammer fordert schon lange nach einem einheitlichen Hundeführerschein, Begleithundeprüfung und / oder Sachkundenachweis pro Bundesland. Weitere Informationen unter www.doq-test.de .

 

 

Wenn Sie sich bezüglich der Hunderasse nicht ganz sicher sind oder es auch ein älterer Hund sein kann, dann schauen Sie doch erst bei Ihrem Tierheim in der Nähe oder bei Tasso nach. Es hat jeder eine zweite Chance verdient. Unsere deutschen Tierheime sind voll und es warten dort genug Tiere - auch Rassehunde - auf Hilfe oder endlich auf ein neues, schönes zuhause.